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23. Juni 2009 von Prinz_Pi
Nach 4 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit endet das Vertragsverhältnis von PRINZ PI bei NO PEANUTS.
Aus diesem Grund bedankt sich PRINZ PI:
“Vielen Dank für die große Unterstützung seit 2005. Auch die Fans dürfen sich auch beim Label bedanken (und ich mache das mal in ihrem Namen), schließlich waren die Fans ja diejenigen, die all die tollen CDs bekommen haben, immer schnell vom eShop beliefert worden sind und die stets auf kompentente eMail Hilfe zählen konnten. Auch bedanken möchte ich mich bei allen anderen Unterstützern und ehemaligen Praktikanten des Labels, wir hatten da ein paar sehr gute Leute bei und es sind durch NO PEANUTS Freundschaften und sogar Beziehungen entstanden. Musik verbindet.
Damit habe ich natürlich nicht alles gesagt, was ich jetzt sagen könnte, aber ich denke der Kern ist klar und ich bedanke mich nochmal ganz besonders bei HENRIK, STEPHAN und WASSIF, die an meine Musik und Vision geglaubt und mich in der Zeit unterstützt haben.
Alles Gute, viel Glück und in 5 Jahren treffen wir uns und gucken uns unsere DVDs an, hören die Musik und schwelgen in den dann goldenen Erinnerungen.
Wie es bei mir weitergeht, weiß ich gerade noch nicht.
Ich habe eine Menge Musik fertig, aber momentan auch echt noch andere Sachen im Kopf- in etwa einer Woche steht mein bisher wichtigster Release an: Meine Tochter”
Cheers,
Euer
Pi”
Kategorie: TAGEBUCH |
12. Juni 2009 von Prinz_Pi
Die Zusammenarbeit mit Universal ist zu Ende. Universal war unzufrieden. Wir waren unzufrieden. Die Fans fanden es auch nicht gut.
Wie es weiter geht, erfahrt ihr in Kürze.
Zukunft: Ungewiß.
Festplatte: Voll mit Songs.
Status im Kopf: Voll Tatendrang.
Egolevel: 2000+
Kategorie: TAGEBUCH |
14. Mai 2009 von Prinz_Pi
Die Vögel pfeifen nun von den Dächern, wenn ich auch nur einen Mucks mache. Viva lá digitaler Überwachungsstaat!
Als “first adapter” muss ich natürlich jede Welle gekonnt mitsurfen und darum gibt es jetzt meinen eigenen Twitter Channel. Nein Spaß. Natürlich gibt es den Twitter Channel, damit ich euch über jegliche noch so kleine Unwichtigkeit meines Alltags unterrichten kann und versuchen kann, unterschwellige Botschaften zu verbreiten. Wenn ich ganz oft die Wörter “neues”, “Album” und “kaufen” in meine Posts integriere, ob das hilft?
Anyway, fühlt euch frei meinen Feed zu abonnieren:
http://twitter.com/prinzpi23
Kategorie: TAGEBUCH |
12. Mai 2009 von Prinz_Pi
Nächster Tag. Wir brechen von der Wohnung meines gutens Freundes Staiger auf in Richtung Lido. Die anderen mit dem Auto, ich auf meiner gerade wieder frisch lackierten, top überholten Vespa. Direkt am Alex gibt das verdammte Eisen den Geist auf. Es ist 1.30 Uhr und ich schiebe das Scheißding vom Alex etwa 5 Kilometer in die Ritterstr. in Kreuzberg, wo zum Glück noch ein paar Kumpel in ihrer Werkstatt chillen und nachts auf dem Hof Playstation zocken und Wasserpfeife rauchen. Auf dem schweißtreibenden Weg kommen mir nur vergnügte Leute entgegen, die in Richtung irgendeiner Party unterwegs sind. Diese zierliche Vespa ist verdammt schwer nach ein paar Kilometern, vor allem, wenn irgendwie der Gang drin liegt und das Schieben ist wie einen Stein den Berg hochzurollen. Es ist wie eine zickige Ziege mit sich zu ziehen. Angekommen, versuchen wir die Vespa zu reparieren, doch das geht leider nicht so leicht.
Ich reagiere mich mit einem Postermarker an ein paar Mülltonnen ab.
Auf das Lido, wo meine Freunde nun gerade tanzen, habe ich keine Lust mehr und winke das nächstbeste Taxi heran. Und da: Ein Highlight des Abends. Der Taxifahrer ist, ein Riesenzufall, ein Typ, der früher in der Wrangelstr. meinen Lieblingskötfeladen gemacht hat.
Jetzt ist der Laden in neuer Bewirtschaftung, aber jeder der früher in den GOLDENEN KÖFTETAGEN mal da war, kann es bezeugen: Dieser Köfte war wirklich von einer anderen Welt. Es dauerte jedesmal schier endlos, bis das Fleisch gegrillt war, jedenfalls kam es mir so vor. Dieses wurde dann in das knusprigste Baguette gebettet, mit der köstlichsten denkbaren Kräutersoße benetzt, gerne gesellten sich saftige, dünne Tomatenscheiben und etwas knackfrischer Salat hinzu, eine Prise Pfeffer und Salz, und der Himmel entfaltete sich beim ersten Biß auf der Zunge. Was war das für ein göttlicher Köfte.
Ich habe dem Typ damals sogar ein Shirt mit der Aufschrift “Kreuzberger Köfte Burger Wrangelstr.” abgeschwatzt im Tausch gegen eines meiner Shirts und habe seines auch bei ein paar Auftritten getragen, voller Überzeugung.
Diese Begegnung schien mir wie ein glücklicher Zufall und mit dem Geschmack eines virtuellen Köftes auf der Zunge sank mein vom Roller-Schieben erschöpfter Adonis-Körper in die kühlen Laken meines Bettes.
Kategorie: Berlin, TAGEBUCH |
8. Mai 2009 von Prinz_Pi
Hallo Freunde und Freundinnen,
ich weiß, ich wollte euch schon lange einen Freetrack hochstellen. Aber: Ich habe eine Erklärung dafür.
Dieses “Ich habe eine Erklärung dafür” ist ein dummer Satz, wenn man mit der besten Freundin seiner Frau in flagranti erwischt wird, im Pentagon so aus Spaß auf den roten Knopf eindrischt, nackt bei seiner Diplomprüfung auftaucht, ABER bei einem Freetrack gibt es tatsächlich was zu erklären.
Also: Ich arbeite gerade mit einem findigen Programmierer an meiner neuen MySpace Seite und wollte natürlich das neue Design zusammen mit dem neuen Track hochladen. Nur für euch. Weil ich euch liebe und euch ein Lächeln ins Gesicht zaubern will. Nun hat sich MySpace Gewerkel immer mehr in die Länge gezogen und ich dachte “besser, wenn beides gleichzeitig online geht, warten wir noch einen Tag und noch eine Tag und noch einen…” Naja, nächste Woche kommt die neue MySpace Seite (i hope), hier ist der neue Song.
Der Song heißt “TRÜMMER” und ist vom kommenden Album TEENAGE MUTANT HORROR SHOW 2. Produziert hat ihn 7inch, der auch noch mindestens 2 weitere Songs für das Album produziert hat. Zuhören ist er auf meinem Myspaceprofil www.myspace.com/prinzpi. Abgemischt habe ich es höchstselbst im Schweiße meines Angesichts. Mir gefällt der Song sehr gut, ich hoffe euch auch. Viel Spaß damit…
Kategorie: Berlin, TAGEBUCH |
4. Mai 2009 von Prinz_Pi
Am ersten Mai bin ich also in der weltbekannten Naunynstraße in Kreuzberg aufgetreten. Der Auftritt war… naja. Ich meine, es gibt kein härteres Publikum auf der (deutschsprachigen) Welt als dort. Du gehst auf die Bühne und dich blicken vier tausend Banger im besten kampffähigen Alter an und wirklich KEINER von denen hat Lust auch nur ein klitzekleines bißchen abzugehen, es sei denn, du drückst während deinem Auftritt eine 200 Kilohantel, fährst mit einem glitzernden BMW auf die Bühne, feuerst 3 Uzimagazine in die Luft UND kommst mit Jessica Alba am Ellenbogen. Dann vielleicht, aber auch nur vielleicht, geben sie Applaus und sagen “Die Kartoffel ist nicht schlecht”. Ich bin schon froh, dass ich nicht beworfen wurde.
Aber mal so allgemein: Irgendwie komisch, was mit Hiphop Musik und dem Publikum los ist. Man läuft über das Fest, ganz viele unterschiedliche Bühnen sind da. Punk. Hardcore. Rock. Elektro. Whatever. Überall bleiben die Leute stehen, hören gucken, was geht da ab. Bei den meisten ziehen sich die Leute kurz die Shows rein. Bei einige verweilen sie auch länger, tanzen, haben Spaß, sind gut drauf!
ABER bei der Hiphopbühne kommt es mir so vor als wenn alle Passanten so wären: “Oh mann, nicht diese Scheiße, Hiphop, bäh, bloß schnell weiter.”
DUDES, was ist aus unser wunderbaren Musik geworden? Sind es die (zugegeben in der Regel einen grottenschlechten Liveauftritt abliefernden) “Künstler”? Oder hat einfach kein Mensch vom Publikum mehr Lust auf diese Musik und will einfach irgendwas anderes hören, bloß keinen Hiphop?
Ich glaube es ist beides ein bißchen, aber ich glaube es ist noch was anderes: Und das sind die üblichen Gäste, die man in Berlin auf Hiphop-Veranstaltungen trifft. Das sind immer nur super coole, stock-in-the-ass habende Möchtegerne.
Ich kenne voll viele Leute die sagen: “Ey, ich war auf einem Metal-Konzert, und ich hätte das niemals gedacht, aber die Leute im Publikum da, die waren alle voll nett und gut drauf.” Das nennt man “positiv überrascht”.
Aber ich kenne NIEMANDEN der sagt: “Ja, dann bin also auf diesem kleinen Hiphop-Konzert gelandet und die Leute, die waren sowas von nett und in Ordnung, alle hatten da total ihren Spaß.”
Warum ist das so? Ich muss dazu sagen: Es gibt so Orte, in Westdeutschland zum Beispiel, da ist das so. Da ist auf den Konzerten eine sehr gute, entspannte und ich sage mal “erwachsenere” Stimmung. Da denkt man: Hey, alle hatten eine gute Zeit, die erzählen sicher am nächsten Tag ihren Freunden wie cool es war.
Ein alter Kollege von mir, der gute LOCKE von ZPYZ, hat eine neue Bar eröffnet, und zur Einweihung den Platz davor beim 1. Mai mit Elektromusik beschallt. Unglaublich super, wie sich da alle Anwesenden gefreut haben. Die Leute sind dankbar für jedes neue Lied. Die Leute freuen sich, dabei gewesen zu sein. Die Leute feiern alles ab, auch wenn es wirklich sehr billige Songs sind. OK, vielleicht ist ein guter Teil von den Leuten drauf. Aber trotzdem: Sie sind GUT drauf. Sie haben Spaß. Und davon möchte ich mehr sehen… von Leuten, die Spaß haben!
Kategorie: Berlin, TAGEBUCH |
30. April 2009 von Prinz_Pi
Völker der Erde! Eilt nach Berlin zum revolutionären ersten Mai und erlebt um 17.00 UHR auf der Bühne in der Naunynstr. den großen Vorsitzenden PRINZ PI.
Natürlich kommt diese Nachricht etwas spät, aber die Revolution hat keine Zeit sich an Termine zu halten! Kommt und guckt! Feiert! Feuert!
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6. April 2009 von Prinz_Pi
Ich weiß nicht was ihr so treibt, aber ich habe die letzten Wochen im Keller gehockt wie Casper Hauser. Dort gab es nichts außer einen Computer mit Mikrofon. Erst wollte ich einen Tunnel zur nächsten Sparkasse graben. Nach 10 schweißtreibenden Minuten und einem unbefriedigenden Anruf im örtlichen Baumarkt… KLAMMER AUF
Ich: “Ja hallo, kann ich bei Ihnen Sprengstoff kaufen?”
Baumarkt: “Wer spricht bitte?”
Ich: “Ähhh… Max Herre. Haben Sie Sprengstoff auf Lager?”
Baumarkt: “Soso, Herr Herre. Bitte bleiben Sie in der Leitung bis wir die Poliz…bis wir im Lager nachgesehen haben.”
Ich: Click.
KLAMMER ZU …gab ich diesen Plan auf und beschloss eine CD mit Tiergeräuschen aufzunehmen und diese an eine Filmnachvertonungsfirma zu verkaufen. Ich nahm Balzgeräusche von Haifischen auf (ist nicht sonderlich schwer), leider wollte keine Firma das kaufen (Haifischfilme gehen in der Krise eher schlecht, seichte Komödien sind gefragt). Daraufhin nahm ich eine Rede auf, die ich mal halten werde, sollte ich einen Oskar für die beste Regie verliehen bekommen. Wenn ich also besagten Oskar bekommen sollte, kann ich mich aus Freude total besaufen und dann total besoffen einfach das Tonband mit der fertigen Rede abspielen. Das ist doch was.
Danach brannte es mir so in den Fingern, mal was richtig gutes zu machen, dass ich ein neues Album einspielt habe.
Das Album heißt “TEENAGE MUTANT HORROR SHOW II”. Bald dazu mehr Infos.
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17. Februar 2009 von Prinz_Pi
Nachdem wir in den letzten Monaten gefühlte 20.000 male gefragt worden sind, wo man die Affenkostüme kaufen kann und ob wir noch welche vom Dreh übrig haben, verscheuern die Mannen von meinem Label nun ein solch ein Teil bei eBay. Original vom Videodreh und so weiter.
Kategorie: Berlin, TAGEBUCH |
17. Februar 2009 von Prinz_Pi
Natürlich habe ich am Tag vorher in Dresden zu sehr übertrieben. Egal. Berlin ist Abriss, Endbombe und Superlativ. Ein paar Fetzen, Bruchstücke, die im Zeitraffer an mir vorbeiziehen würden, sollte ich jetzt gleich das zeitliche segnen (in unchronologischer Reihenfolge), konnte ich notieren:
-ich trinke viel zu schnell ein riesigen Becher mit wenig Cola und viel Vodka
-eine wahnsinnige Frau will mich zu einer Party schleppen, wo ein “DJ Erdnuss” auflegt
-meine Mutter ist mal auf einem Konzert von mir und fragt ob ich Fieber habe
-Biztram wirkt nervös
-unter ihrem Affenkostüm erkenne ich Vanessa an ihren Ohringen
-Adam ist der Affengeneral und dirigiert die Menge, die zu einem großen Teil niederkniet vor ihm. Ich versuche herauszubekommen, womit er sie bedroht, muss dann aber rappen
-meine heißgeliebten, einen Tag alten, wunderschön hellgrauen Nike Air Huarache Light werden im Scala von irgendeinem Tölpel per Kirschvodka zerstört
-ich sitze im Scala rum mit Wassif und auf einmal um Punkt 2.30 explodiert mein Schädel
-es gibt leckerstes Essen aber ich habe keinen Hunger, dafür trinke ich viel
-es gibt muttergefickterweise nur 30 Gästelistenplätze und 200 Personen die raufmüssen und ich mache dann mal besser mein Handy aus um es nicht noch weitere 170x erklären zu müssen
-ich will dem Taxifahrer klarmachen, dass seine Aktientips mich nicht interessieren, packe es aber nicht und er macht weiter
-ich stecke meinen Kopfhörer in den schon angeschalteten Gürtelsender und mir fliegen fast die Ohren weg
-meine über alle maßen geliebte rote Lederjacke riecht als wäre sie aus 500 Packungen roter Gauloiseskippen gefertigt
Kategorie: Neopunk Tour, TAGEBUCH |
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