Synthesizer-Legende für die Hosentasche - KORG DS-10
Zwei legendäre MS-10-Synthesizer, 4-Spur-Drum-Machine, Mixer und eine Handvoll amtlicher Effekte: So sieht der Traum jedes Elektronik-Musikers aus. Damit lassen sich ganze Häuser rocken… jetzt schrumpft Nintendo das Dreamteam ins Miniformat! Am 10. Oktober verwandelt KORG DS-10 den Nintendo DS in ein tragbares, voll funktionstüchtiges Synthesizer-Studio. Musik-Fans können jederzeit und überall ihre eigenen Hits komponieren, verändern, aufführen – auch in Jam-Sessions mit ihren Freunden.
Vorbild sind die gefeierten Analog-Synthesizer der „KORG MS-10“-Reihe. Was macht einen 30 Jahre alten Synthesizer so beliebt? Dazu ein Rückblick ins Jahr 1978: Seit Monaten dominieren die Bee Gees mit „Saturday Night Fever“ die Charts, Abba singen „Take a Chance on me“, die Sex Pistols geben ihre letzte Liveshow in San Francisco. Zwischen Disco, Pop und Punk bahnt sich die nächste Ära an: Synthesizer-Bands interessieren sich für ungehörte Sounds, die nur außergewöhnliche Synthesizer bieten.
Doch die Geräte von ARP, Moog, Oberheim oder Sequenial Circuits sind teuer. Der erste polyphone Synthesizer „Prophet 5“ kostet bei Erscheinen satte 10.000 Mark. Da kommt es Keyboardern gerade recht, dass 1978 die japanische Firma KORG ihre erschwingliche MS-Reihe vorstellt. So geht der MS-10 für 289 britische Pfund über die Theke – insgesamt 10.000 mal.
Das Gerät ist groß, relativ leicht und extrem robust. Es verkraftet raue Gigs, verqualmte Proberäume und hartes Tourleben. Mit seinem ungewöhnlichen Pult-Design ist der MS-10 auch auf der Bühne ein echter Hingucker. Er besitzt nur einen Klangerzeuger, aber der klingt warm, kräftig und kann sich in jedem Mix durchsetzen. Das liegt hauptsächlich an seinem Filter, der kräftig zupackt. Die Klaviatur besitzt 32 Tasten, ein Wheel dient zur Tonhöhenveränderung. Der Klang lässt sich mit 19 Drehreglern intuitiv und präzise einstellen. Großartig ist auch das Steckfeld mit seinen 15 Klinkenbuchsen, das zur Verkabelung mit anderen Synthesizern oder Klangquellen dient: Eine prima Basis für abgefahrene Experimente.
Doch zurück ins Jahr 2008: Ohne KORG-Synthesizer wären weder Neue Deutsche Welle noch New Wave oder Techno möglich gewesen. Musiker wie die Beastie Boys, Chemical Brothers, Coldcut, A Flock of Seagulls, The Moog Cookbook, LFO, Stereolab und Underworld schätzen den rauen Charme ihrer MS-10. Gut erhaltene Exemplare wechseln zum stolzen Preis von 1.000 Euro den Besitzer.






























